Menschen kommen und Menschen gehen...
Nur wenige Menschen bleiben... die Besonderen. Die Ausnahme.
Die meisten allerdings sind nur flüchtige Erscheinungen und Bekanntschaften, die sich in der Rückschau meist nur schwach und unscharf zu Schatten im Gedächtnis formen...
Andere kommen, bleiben, aber werden an der nächsten Haltestelle des eigenen Lebens achtlos liegen gelassen und einfach vergessen. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort „ Aus den Augen, aus dem Sinn“...schließlich ruft das aufregende Neue, die nächste Sprosse auf der Leiter der Selbstverwirklichung. Und Statisten sind schließlich austauschbar...
Aber es gibt auch die Menschen, die einen selbst am Rande des Weges liegen lassen. In den meisten Situationen mag das empfundene Statisten-Dasein auf Gegenseitigkeit beruhen und somit kein Problem darstellen. Aber es gibt auch die anderen Fälle, an denen man ohne Vorahnung und in dem Wissen oder besser in der Hoffnung Inventar des Lebens eines anderen Menschen zu sein, auf dem Weg verloren geht, obwohl man selbst in dem Glauben war, eine der wenigen Ausnahmen gefunden zu haben. Enttäuschung über die Täuschung in der anderen Person und der gemeinsamen Beziehung und innerer Rückzug als weitere Konsequenz sind mögliche Reaktionen. Mit einer Häufung dieser negativen Erfahrungen verschließen wir uns immer mehr gegenüber neuen Menschen und Möglichkeiten. Aber wird Enttäuschung dann nicht zur Geißel unserer zwischenmenschlichen Beziehungen? Sollten wir es soweit kommen lassen, dass wir Vergangenes die Überhand über unser zukünftiges und gegenwärtiges Leben gewinnen lassen? Nein! Jugendlicher Leichtsinn und Naivität sowie pubertäre Unbeschriebenheit sollten neben wachsenden Menschkenntnissen und einer gesunden Skepsis in einem gewissen Maße bewahrt werden, denn tiefgündige, funktionierende zwischenmenschliche Beziehungen basieren auf gegenseitigem Entgegenkommen, Vertrauensvorschusslorbeeren und Hoffnung. Am Ende ist es der innere Kampf der Hoffnung gegen die erlebten Enttäuschungen.
Gut das erstere zuletzt stirbt...
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